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Migräne – das Gewitter im Kopf

 

Eines der gewaltigsten Werke der Musikgeschichte verdanken wir der Migräne: In seiner Oper „Siegfried“ inszenierte Richard Wagner mit hämmernden Pauken und nervösem Geigengekreische einen schweren Migräneanfall. Auch wenn wir heute mehr über das quälende Kopfgewitter wissen als zu Wagners Zeiten, sind noch viele Fragen ungeklärt. Mittlerweile gibt es aber bewährte Methoden zur Linderung und Vorsorge. Wie Richard Wagner, dem großen Komponisten, der zeitlebens an „nervösen Kopfschmerzen“ litt, ergeht es vielen Menschen mindestens einmal im Leben, Frauen dabei häufiger als Männern. Am häufigsten attackiert das unerträgliche Wummern die Betroffenen zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr. Aber auch Kinder können unter Migräne leiden.

Den Ursachen auf der Spur

Was passiert eigentlich während einer Migräne? Und wie kommt es überhaupt zu dem gewaltigen Gewitter im Kopf? Erst seit einiger Zeit kommen die Forscher dem weit verbreiteten Leiden auf die Spur. Sie nehmen an, dass Nervenzellen im Gehirn übermäßig aktiv werden. Dadurch werden bestimmte Botenstoffe, unter anderem Serotonin, zu schnell an die Blutgefäße abgegeben: Sie entzünden sich, jeder Pulsschlag führt zu starken Schmerzen. Die übereifrigen Nerven liegen vermutlich in der Familie: Jüngere Studien weisen auf eine genetische Veranlagung für Migräne hin.
Sicher sind sich die Forscher, dass die Anstifter der Nervensalven, die so genannten Trigger, bei jedem Betroffenen andere sein können. Stress, stressbedingter Schlafmangel, Alkohol, hormonelle Veränderung (zum Beispiel kurz vor der Menstruation) und Reizüberflutung gehören häufig zu den Übeltätern. Migräniker, die den quälenden Attacken ausweichen wollen, sollten daher ihre persönlichen Trigger kennen und sie meiden. Als gute Strategien gegen Migräneanfälle haben sich moderater Ausdauersport wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren erwiesen. Auch Entspannungsübungen und eine geregelte Lebensweise mit regelmäßigen Bett- und Aufstehzeiten können einer Migräne entgegenwirken. Generell kann ein entschleunigter Alltag Migränepatienten weniger anfällig für Attacken machen.


Jede Migräne verläuft anders

Welche Symptome im Einzelnen den Betroffenen quälen, kann sich von Fall zu Fall stark unterscheiden. Dies erschwert die Diagnose, zumal es keinen Test zum eindeutigen Nachweis einer Migräne gibt. Ärzte können sich nur darauf stützen, was der Patient schildert. Um möglichst detailliert Auskunft geben zu können, empfiehlt es sich daher bei Verdacht auf Migräne eine zeitlang ein Tagebuch über seine Symptome zu führen. Klassischerweise läuft eine Migräne in vier Phasen ab. Sie müssen allerdings nicht notwendig bei jedem Patienten und jedem Anfall auftreten und können auch unterschiedlich lange dauern.

Phase 1
Gereiztheit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder eine Licht- und Lärmempfindlichkeit kündigen oft eine Migräne mehrere Stunden oder sogar Tage zuvor an.

Phase 2
Unmittelbar vor der Attacke kann es in einigen Fällen zu visuellen Wahrnehmungsstörungen, Kribbelgefühl, Lähmungen und Schwindel kommen. Eine derartige Aura dauert in der Regel maximal eine Stunde an.

Phase 3
Dann setzt die eigentliche Attacke, die so genannte Kopfschmerzphase, ein. Jedes Geräusch, jeder Lichtstrahl schmerzt, jede Bewegung wird zur Qual; Gerüche, die man sonst kaum wahrnimmt, verursachen Brechreiz. Ein Migräneanfall setzt Betroffene für mindestens einen, oft bis zu drei Tage außer Gefecht.

Phase 4
Nach Abklingen der Schmerzen fühlen sich die Betroffenen müde und abgespannt. Bis zur vollständigen Erholung vergehen meist bis zu 24 Stunden.


 

Was tun bei einer Migräneattacke?

Bricht die Migräne über die Betroffenen herein, hilft in der Regel nur eins: sich in einen abgedunkelten Raum zurückzuziehen, zu schlafen und das unerträgliche Hämmern mit Schmerzmitteln zu lindern. Gegen Übelkeit helfen entsprechende Arzneimittel (Antiemetika). Bei schweren Anfällen haben sich Triptane bewährt. Sie greifen direkt in den Stoffwechsel ein und verengen die Blutgefäße. Ihre Wirkung ist am zuverlässigsten, wenn sie bei einem Anfall frühzeitig eingenommen werden.

6 Tipps zur Vorbeugung vor Migräne

1. Halte einen regelmäßigen Schlaf-Wachrhythmus ein – auch am Wochenende.
2. Meide Deine persönlichen Migräne-Auslöser.
3. Meide Sauna-Besuche.
4. Treibe moderaten Sport.
5. Reduziere Deinen Stresspegel.
6. Leg öfter eine Pause ein und genieße mehr.

Migräne und weiblicher Zyklus. 

Vor der Menstruation nimmt der Gehalt des Hormons Östrogen im Blut ab. Dies kann ebenfalls Migräne auslösen. Man spricht dann von „Menstrueller Migräne“. Sie kommt bei 14 Prozent der Migränikerinnen vor.

Migräne bei Kindern

Häufig wird Migräne bei Kindern nicht erkannt und deshalb falsch behandelt, weil sie anders verläuft als bei Erwachsenen. Typisch sind Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen, manchmal sogar ohne Kopfschmerzen. Die Attacken sind kürzer als bei Erwachsenen, dauern aber mindestens eine Stunde.

 

Unsere Produkte

Naratriptan Migräne STADA® 2,5 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Naratriptan. Zur Behandlung von Migräne. Enthält Lactose u. entölte Phospholipide aus Sojabohnen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

STADAPHARM GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel
Stand: April 2018

Paracetamol STADA® 500 mg Tabletten; -Saft 200 mg/5 ml Lösung zum Einnehmen;-125 mg / -250 mg / -500 mg /-1000 mg Zäpfchen

Wirkstoff: Paracetamol. Symptomat. Behandl. leichter bis mäßig starker Schmerzen wie Kopf-, Zahn-, Regelschmerzen u./od. Fieber. Hinweis: Nicht länger als 3 Tage ohne ärztlichen Rat einnehmen. Bitte Dosierungsanleitung beachten. Die Maximaldosis pro Tag darf keinesfalls überschritten werden. ; Paracetamol STADA® Saft: enthält Sorbitol und Natriummetabisulfit. , -500 mg Zäpfchen / -1000 mg Zäpfchen: enthalten entölte Phospholipide aus Sojabohnen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

STADApharm GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel
Stand: April 2010

ASS STADA® 500 mg Tabletten

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure. Leichte bis mäßig starke Schmerzen und Fieber. Hinweis: ASS STADA® soll jedoch bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen wegen des möglichen Auftretens eines Reye-Syndroms nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

STADApharm GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel
Stand: September 2009


ibudolor® akut 400 mg Filmtabletten

Wirkstoff: Ibuprofen. Anwendung bei leichten bis mäßig starken Schmerzen, wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Fieber. Hinweis: Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

STADA GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel
Stand: Januar 2018


Neuranidal® N Schmerztabletten 250 mg/200 mg/50 mg Tabletten

Für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Hinweis: Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

STADA GmbH, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel
Stand: August 2014

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