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Mit Diabetes durch den Sommer

Der Sommer kann kommen

Egal, ob du in den Sommermonaten verreist oder daheim bleibst: damit du gut durch die heißen Tage kommst, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

Die meisten Menschen fahren im Sommer in warme Gegenden, und auch zu Hause kann es ziemlich warm werden. Für Diabetiker bedeutet das, die Insulinvorräte ins Kühle zu bringen. Das Gleiche gilt auch für die Blutzuckerteststreifen. Das aktuell verwendete Insulin sollte aber nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zu kaltes Insulin schmerzt beim Spritzen. Ohne Kühlung ist Insulin 3 bis 4 Wochen haltbar. Auf Reisen oder beim Aufenthalt im Freien haben sich spezielle Kühltaschen aus dem Fachhandel bewährt. Auf keinen Fall sollte man Insulin oder Blutzuckerteststreifen ins Gefrierfach stellen. Absolut tabu ist das Handschuhfach des Autos. Denn das kann beim Parken in der Sonne leicht 70 Grad heiß werden.

Hitze beeinflusst aber nicht nur die Medikamente, sondern auch den Blutzuckerspiegel. Zum einen, weil durch das Schwitzen der Flüssigkeitshaushalt durcheinanderkommt, zum anderen weil wir in den Ferien oft ungewohnten körperlichen Aktivitäten nachgehen und uns in fremden Ländern anders ernähren. Es ist daher sinnvoll, im Sommer öfter den Blutzucker zu messen.

Wer in den Ferien gerne Strandspaziergänge macht, sollte das nicht barfuß tun. Eine kleine Verletzung etwa durch eine Glasscherbe kann sonst rasch die ganze Erholung verderben.

Neben diesen Tipps gelten für Diabetiker natürlich die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie für alle Urlauber: z. B. vor der Reise notwendige Reisimpfungen durchführen lassen. Am Reiseort oder im Schwimmbad auf ausreichenden Sonnenschutz achten und genug trinken.

 

Was gehört in die (Diabetes-)Reiseapotheke?

Schmerz- und Durchfallmittel, Heftpflaster – das hat wohl jeder in seiner Reiseapotheke. Welche Besonderheiten es für Menschen mit Diabetes gibt, verraten wir Dir hier.

Insulin oder Tabletten gegen Diabetes gibt es fast auf der ganzen Welt zu kaufen. Allerdings heißen die Medikamente nicht überall gleich. Deshalb sollte man vor einer Reise nicht nur die Markennamen kennen, sondern auch die Namen der Wirkstoffe herausbekommen. Dann lässt sich im Urlaub leichter Ersatz beschaffen.

 

Ausreichende Vorräte

Wichtig ist es, reichlich Insulin-Vorräte mitzunehmen anstatt kostbare Urlaubszeit für die Beschaffung von Medikamenten zu verschwenden. Am besten, man packt die doppelte Ration ein. Dann ist man für alle Fälle gerüstet. Sicherheitshalber sollte man nicht die ganzen Vorräte an den gleichen Ort packen. Dann ist es keine Katastrophe, wenn der Koffer an einem anderen Flughafen landet als man selbst.

Ausreichend Teststreifen und Lanzetten für das Blutzuckermessgerät gehören ebenfalls ins Reisegepäck. Diese sind im Ausland oftmals nicht zu bekommen.
Damit Blutzuckermessgeräte und Insulinpumpen nicht der Saft ausgeht, sollte man Ersatzbatterien mitnehmen. Bei Geräten mit Akku gehört auch das  Ladegerät mit ins Gepäck. In einigen Ländern braucht man zusätzlich einen Adapter-Stecker. Außerdem muss das Ladegerät die landesübliche Spannung vertragen.

Insulinpflichtige Diabetiker sollten auf längeren Reisen immer auch einen Ersatz-Pen mitnehmen und an genügend Pen-Nadeln denken. Ein paar U-100-Einwegspritzen leisten bei Pen-Verlust gute Dienste. Pumpenträger sollten ebenfalls an ausreichend Pumpenzubehör denken. Der hier zu Lande leicht zu   beschaffende Traubenzucker kann im Urlaubsland schwer zu bekommen sein. Deshalb auch hiervon reichlich mitnehmen. Das Glukagon-Notfall-Set sollte während des gesamten Urlaubs selbstverständlich stets greifbar sein.

 

Fliegen mit Diabetes

Flugreisen erfreuen sich großer Beliebtheit – nicht zuletzt weil man damit sehr schnell ans Ziel kommt. Doch gilt es für Diabetiker bei Flugreisen einiges zu beachten.

Mit Pen-Nadeln und Lanzetten durch den Security Check

Diabetiker-Ausrüstung im Handgepäck heißt aber, dass du mit den Medikamenten, Pen-Nadeln, Lanzetten und Messgeräten durch den Security-Check
musst. Für diese Dinge gelten Ausnahmeregeln. Damit es zu keinen Missverständnissen kommt, solltest du die Kontrolleure gleich darauf aufmerksam machen, dass du Diabetiker bist und deine Ausrüstung unaufgefordert herzeigen. Außerdem sollst du über eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung und einen Diabetiker-Pass verfügen. Die Medikamente sollten nach Möglichkeit in der Original-Verpackung samt Beipackzettel mitgeführt werden. Auf jeden
Fall müssen Medikamente und Geräte mit der Herstellerbezeichnung versehen sein. Lanzetten und Spritzen müssen mit einer Kappe bedeckt sein und gebrauchte Nadeln gehören in feste Kunststoffbehälter. Pen-Nadeln, Insulinspritzen usw. dürfen übrigens nur dann mit in die Flugzeug-Kabine, wenn auch
Insulin mitgebracht wird.

Die Pumpe herzeigen

Insulinpumpenträger können in Scannern oder Metalldetektoren Probleme bekommen, deshalb am besten gleich sagen, dass man eine Insulinpumpe trägt und diese und die ärztliche Bescheinigung zeigen.

Wenn die Uhren anders gehen

Die Insulinanpassung bei Zeitverschiebungen ist eine recht komplizierte Angelegenheit, die du vor Fernreisen am besten mit deinem Arzt besprechen solltest. Bei Flügen Richtung Westen wird der Tag länger und es sollte mehr Insulin gespritzt werden. Bei Flügen Richtung Osten verkürzt sich der Tag, und die Insulindosis muss reduziert werden. Typ-2-Diabetiker können ihre Dosis nach der jeweiligen Ortszeit einnehmen und den Blutzucker in Ostrichtung durch eine erhöhte und in Westrichtung durch verminderte Nahrungsaufnahme ausgleichen. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr als einmal zu wenig messen. Das Messen im Flugzeug ist übrigens kein Problem, da moderne Maschinen eine Druckkabine haben, die auch in großen Höhen eine Messung wie am Boden erlaubt.

 

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