Deine Seele

Entschleunigung, wenn das Leben zu schnell ist

 

Unser Alltag gleicht einem Marathon. Immer im Sprint wohlgemerkt. Doch das Ziel bleibt außer Sicht, wie ausdauernd und schnell wir auch laufen! Zeit für ein Innehalten, das Tempo für einen Moment zu reduzieren. „Slow down“ – acht Methoden, mit denen Du zwischen Arbeit und Freizeit Entschleunigung findest. 

Wir springen und hetzen durchs Leben. Alles schneller, besser und effizienter. Denn wir streben nach dem Optimum! Wir planen, organisieren, doch kommen wir nie an. Nachdem wir zig Dinge erledigt haben, wartet bereits die nächste Herausforderung auf uns. Morgens auf dem Weg zur Bahn, eilig Handy-Nachrichten, E-Mails, die News des Tages checken, Kaffee nicht verschütten. Im Büro angekommen, fein durchgetaktet, minutiös geplant und produktiv gestaltet, startet der Tag. Das Telefon klingelt, der Posteingang füllt sich mit neuen Nachrichten und das nächste Meeting wartet. Auch nach Feierabend geht es weiter: Beim Einkaufen tippen wir nebenbei über unser Handy, zu Hause wechseln wir ständig die TV-Programme, während wir zu Abend essen und das Mobilgerät unaufhörlich summt. Allzeit verfügbar … allzeit erreichbar.

Sicherlich ist es sinnvoll, einen Tagesplan zu machen, zügig ins Büro zu gelangen, bei der Arbeit produktiv zu sein und soziale Kontakte zu pflegen. Doch warum eigentlich? Vielen Menschen ist das Leben zu schnell geworden und sie besinnen sich auf die Langsamkeit zurück: Es wird gemalt, gestrickt, gebacken, gekocht, gegärtnert, Yoga praktiziert, Urlaube in einsamen Hütten in den Bergen, Klöstern oder ayurvedischen Ressorts verbracht … erlaubt ist alles, worauf wir Lust haben und womit wir meinen, unser einfaches, gebremstes Leben wieder zurückzubekommen. Die neueren Magazine am Kiosk unterstreichen den Trend der Entschleunigung: von gesund und vital über spirituell, sich wohlfühlen, harmonisch, hin zu kreativ und handgemacht („do-it-yourself“). Das Einfache und Behagliche bevorzugt, Politik und Wirtschaft hintenangestellt. In den Regalen der Buchhandlungen finden sich Bücher, die Namen schmücken wie Slow Tourism, Slow Life, Slow Living, Slow Cooking, Slow Food, Slow Journalism etc. Slow down als sozio-kulturelle Trendbewegung und Sinnbild eines Zeitgeists. Die Schnelllebigkeit hat in der Entschleunigung ihren Gegentrend gefunden. Weg von Hektik und Effizienzdenken, hin zur Langsamkeit, dem einfachen Leben im Einklang mit Natur und sich selbst. Entschleunigung als Mittel zu mehr Genuss, Lebensqualität und Glück.

 

Trend zur Entschleunigung

Wenn wir uns ab und an die Zeit gönnen, genauer hinzusehen, fühlen sich viele Dinge anders an: entspannter, einfacher und bedeutungsvoller. In einer Welt, in der alles geht – modern, digital, flexibel –, werden wir der zahlreichen Möglichkeiten überdrüssig und wir scheinen uns nach Halt, Erdung und Bodenständigkeit zu sehnen. So träumen wir von Familie, Hund, Häuschen im Grünen und begehren die Welt der Sicherheit und Stabilität. Wir suchen einen Rückzugsort von der hektischen, tobenden Welt um uns herum. Auch ältere Menschen verspüren diesen Drang. Einzelne Menschen flüchten sich in diesen neueren Zeitgeist und ähneln mit diesem Bedürfnis erstaunlicherweise vielen Mitmenschen. Burnout--Betroffene lernen schreinern und kehren nicht wieder in ihren stressigen Beruf zurück, Workaholics eröffnen Kitesurf-Schulen o.ä.

 

8 Entschleunigungsmethoden

  1. Handarbeit
    Ein Hobby, das Freude bereitet! Kreativ sein und etwas Eigenes zu erschaffen, kann helfen, Beruhigung zu finden. Dabei kannst Du für einen kurzen Moment der geschäftigen Welt entfliehen. In Deinem Projekt bestimmen Du. (Zum Beispiel: Stricken, ein Möbelstück bauen, Brot backen etc.)

  2. Achtsamkeit
    Suche Entspannung durch Konzentration auf Dich selbst und Deine Atmung. Versuche herauszufinden, was Dir wichtig ist, was Du tatsächlich möchtest. Du wirst merken, dass Deine innere Unruhe abnimmt und Dein Blick für die wesentlichen Dinge geschärft ist. (Zum Beispiel bei Entspannungsübungen, Yoga und Pilates)

  3. Auszeiten
    Glücksmomente im Alltag! Gönn Dir kleine Oasen der Auszeit und tu einfach nichts! Eine Tasse Tee trinken oder einfach aus dem Fenster schauen und die Ruhe genießen. Oder plane einen Moment in Deinem Alltag ein, der nicht geplant ist, und tu nur das, worauf Du Lust verspürst.

  4. Bewegung
    Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft den Kopf freizubekommen und auch abzuschalten. Lasse die Umgebung auf Dich wirken.

  5. To-do-Liste
    Deine Liste ist abends länger als morgens? Dann schieb Deine Aufgaben auf den nächsten Tag oder die nächste Woche. Sobald der Punkt vom heutigen Tagesplan verschwindet, wirst Du Dich leichter fühlen.

  6. Bewusstheit
    Tu Deine eine Sache – und auch nur diese. Zum Beispiel einfach nur das Essen genießen.

  7. Gedankenkarussell
    „Was wäre, wenn?“ Besser ist es, nach vorne zu schauen, nicht mit vergangenen Entscheidungen zu hadern und sich auf das konzentrieren, was vor uns liegt.

  8. Emphatie
    Oftmals schwirren uns so viele Gedanken und Pläne im Kopf, dass wir vergessen, unserem Gegenüber zuzuhören. Durch gegenseitiges Zuhören lernt man sich jedoch besser kennen und gegenseitig schätzen

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